VVS-Geschichte
Die Bedeutung der „Rheinischen
Eisenbahngesellschaft“
für die Erschließung und die Rettung des Siebengebirges
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Heinrich von Dechen, der Gründer des VVS im Jahre 1869 und dessen
Vorsitzender bis 1889, hätte sein beeindruckendes Werk der Erschließung und
Erhaltung der Siebengebirgslandschaft nicht ohne die erheblichen Zuwendungen der
„Rheinischen Eisenbahngesellschaft“ unter ihrem damaligen Leiter Geheimrat
Mevissen erreichen können.
Bis zu ihrer Verstaatlichung im Jahre 1886 hat sie dem VVS ca. 180.000 Mark an Spenden überwiesen. Die Gründe dafür benennt der Geschäftsbericht des VVS aus dem Jahre 1902 in klarer Form: “Die Rheinische Eisenbahngesellschaft“ hat in richtiger Erkenntniß die Einnahmen der Bahnstationen Bonn, Oberkassel, Dollendorf, Königswinter, Mehlem, Rhöndorf, Honnef zu vermehren, in dem Maße, wie das Siebengebirge durch Wege und sonstige Anlagen mehr und mehr einen Anziehungspunkt für die Reisenden bildet, dem Verein an Beiträgen bedeutende Summen bewilligt.“ „Wenn in diesem Zusammenhang hier festgestellt werden muss, dass mit dem Verschwinden der „Rheinischen Eisenbahngesellschaft“ auch für den VVS die Quelle versiegte, aus der er lange Jahre hindurch zur Durchführung seiner Ziele erhebliche Mittel schöpfen konnte, so ist das ein Beweis dafür, dass die späteren Verkehrsunternehmungen, sowohl öffentlicher wie privater Natur, ob Eisenbahn oder Elektrische, ob Schiff oder Omnibus oder Droschke, zwar die Früchte der Vereinstätigkeit in erheblichem Maße mit genießen, indem sie sich den gewaltigen Fremdenzustrom zum Siebengebirge zunutzen machen, aber teilweise überhaupt nicht und nur zum geringen Teil im allerbescheidensten Umfang zu den Bestrebungen des VVS Zuschüsse leisten. Der Strom der Fremden, der sich jahraus, jahrein mittels Bahn oder Schiff oder Omnibus in das vom VVS erschlossene Siebengebirge ergießt, bringt dem VVS keinen roten Heller! Wohl aber bringt er den Verkehrsunternehmungen ganz außerordentlich hohe Einnahmen.“ Aus: Aufzeichnungen des Schriftführers des VVS, F. Dorlass aus dem Jahre 1932 An dieser Situation hat sich nahezu nichts verändert. Auch heute zahlt der VVS alljährlich zehntausende Euro zur Pflege und zum Erhalt der Siebengebirgslandschaft. (KB) |