Von der Steinzeit bis heute
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Das Siebengebirge war schon vom Ausgang der Eiszeit bis hin zur älteren und jüngeren Steinzeit besiedelt. |
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Aus der jüngeren Altsteinzeit, aber „erst“ 12.000 Jahre v. Chr. datiert eine Grabstätte am Stingenberg in Oberkassel. Hier fanden im Jahre 1914 Steinbrucharbeiter Skelette eines älteren Mannes und einer kleinen jungen Frau sowie das Skelett eines Haushundes. Der das jagende Menschenpaar der Cromagon-Rasse begleitende Haushund ist das „bisher älteste Haustier der Menschheit“. Der bedeutendste deutsche Grabfund aus der Altsteinzeit befindet sich heute im Rheinischen Landesmuseum Bonn. |
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Im 4. Jahrhundert v. Chr. drängten die Kelten aus Südosten nach Westeuropa, die im 1. Jahrhundert v. Chr. auf dem Petersberg eine Fliehburg errichteten. An den Trachyt-Blöcken unterhalb des Drachenfelsens sind an etwa 40 Stellen Bearbeitungsspuren aus der Römerzeit zu erkennen. Im 4. u. 5. Jahrhundert gehörte das Siebengebirge zum Reich der Ripuarischen Franken – wesentlich später dann zum Löwenburger Land und danach als Amt Löwenburg zum Herzogtum Berg. Im Jahre 1815 wurde auf dem Wiener Kongress entschieden, das Siebengebirge mit der neu geschaffenen Rheinprovinz dem Königreich Preußen zuzuteilen. |
Die Trachyte des Drachenfelsens dienten zum
Bau zahlreicher sakraler und profaner Bauwerke. Die Dome zu Köln, Limburg und
Xanten wurden teilweise aus diesem Gestein errichtet. Für den Transport
war die unmittelbare Nähe der Wasserstraße des Rheins ideal. ( |
| Die Ruine des Bergfrieds auf dem Drachenfels ist das markante Wahrzeichen des Siebengebirges. Mit dem Bau der Burganlage, von der heute außer dem Bergfried nicht mehr viel erhalten ist, wurde nach 1138 vom Kölner Erzbischof Arnold begonnen. Sie sicherte das Kurkölner Gebiet nach Süden ab. Im Jahre 1634, während der Wirren des Dreißigjährigen Krieges, wurde die Burganlage zerstört. Im Jahre 1836 wurde der obere Teil des Drachenfelsens mitsamt der Ruine für 10.000 Taler von der preußischen Regierung zu Schutzzwecken erworben. Dies war die erste Großtat eines deutschen Staates auf dem Gebiete des Natur- und Landschaftsschutzes. |