|
Vor etwa 400 Millionen Jahren, im
Unterdevon, war das Siebengebirge Teil eines Meeres. Flüsse vom
Festland im Norden führten Sande und Schlämme heran, die sich auf
dem Meeresboden ablagerten. Unter dem Druck der Wassersäule und der
eigenen Ablagerungen verfestigten sich diese Ablagerungen, hier im
Raum zu Grauwackenschiefer, der den Sockel des Siebengebirges
ausmacht. Vor rund 320 Millionen Jahren zog sich das Meer zurück und
die mächtigen Lagen der Devongesteine wurden durch Gebirgsbildung
gefaltet, eingeengt und mehrere hundert Meter herausgehoben. Es
entstand das Rheinische Schiefergebirge, das im Laufe weiterer
Jahrmillionen zu einem Rumpfgebirge mit welliger Oberfläche
eingeebnet wurde. |
Vor rund 25 Millionen Jahren, im Zeitalter des Oligozän, setzte im
Siebengebirgsraum eine vulkanische Tätigkeit ein, die das Bild der
Landschaft entscheidend veränderte. Diese vulkanische Periode setzte
mit Durchbrüchen riesiger Mengen vulkanischer Aschen, der Tuffe,
ein, die das Siebengebirge mit einer Mächtigkeit von 300 – 400 m
bedeckten.
|
|
 |
|
Der geologische Aufschluss am
Weilberg bietet Einblick in einen 25 Millionen Jahre
alten Vulkan. Oben ist der Trachyttuff zu sehen, in
dem der von unten aufsteigende Basalt stecken blieb.
Beim Auftreffen des Basalts auf den Trachyttuff
entstand die rote „Frittungszone“, in der der Tuff
wie Ton im Ofen gebrannt wurde. |
|
|
Im Anschluss an die Tufferuptionen drangen
Gesteinsschmelzen, Magmen, aus der Tiefe in die auflagernden Tuffmassen
ein, zuerst die Trachyte, dann die Latite und schließlich Basalte: im
Alter folgen sie also abnehmendem Kieselsäuregehalt. Sie erstarrten
entweder unter Tuffbedeckung zu Quellkuppen oder durchdrangen die
Tuffdecke und bildeten unter freiem Himmel Staukuppen oder
Trichterkuppen. Durch Verwitterung und Abtragung wurde der größte Teil
der Tuffmassen zersetzt und verfrachtet. Immerhin beträgt die Tuffdecke
an einigen Stellen heute noch 100 m; am Oelberg ist sie gar noch
mächtiger. Dabei wurden die aus widerstandsfähigeren Gesteinen
bestehenden vulkanischen Kuppen freigelegt und z.T. mehr oder weniger
stark zerstört. Das Siebengebirge und seine Umgebung ist also eine
Landschaft aus Vulkanruinen.
|